Interview im glanzvoll-Magazin

Glanzvoll ist ein regionales Lifestylemagazin, das dreimal im Jahr Wissenswertes aus der Region Trier, Eifel, Mosel und Luxemburg bietet. In der Winter 2017-Ausgabe gab es einige Interviews mit Absolventen des Fachbereichs Modedesign an der Hochschule Trier und so durfte auch ich etwas zu meinem Studium und meinem Label erzählen.

Sharokina Golpashin schloss ihr Modedesignstudium in Trier 2010 mit dem Diplom ab und absolvierte danach ein Masterstudium im Fachbereich Applied Art & Design an der Hochschule Düsseldorf. 2013 gründete sie noch während des Studiums das Accessoirelabel SHAROKINA.
Erste Taschenmodelle entstanden bereits einige Jahre zuvor: 2008 entdeckte Sharokina Golpashin während eines Auslandssemesters an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel ihre Leidenschaft für das Material Leder: „Die fast grenzenlosen Gestaltungsmöglichkeiten gepaart mit dem edlen und sinnlichen Charakter faszinieren und inspirieren mich bis heute“, sagt die 31-Jährige.

Wichtige Erfahrungen sammelte Sharokina Golpashin zudem unter anderem während eines Gastsemesters im Fachbereich Edelstein- und Schmuckdesign in Idar-Oberstein und durch Praktika beim Berliner Modedesignkollektiv Modepioniere, der Hugo Boss AG und dem Modemagazin Qvest. 2011 gründete sie ihr Designblog Daily Impulse (www.dailyimpulse.de), in dem sie über spannende Projekte aus den Bereichen Kunst, Mode-, Produkt-, Schmuck-, Interior- und Grafikdesign schreibt und Einblicke in ihre eigenen Arbeiten gibt.

Mode bedeutet für mich…
… viel, weil man durch sie auch ohne Worte etwas aussagt, bewusst oder unbewusst. Wichtiger als Kleidung sind mir jedoch Accessoires, weil sie jedem Outfit den letzten Schliff verpassen, unabhängig von Körper- und Konfektionsgröße. Und im Gegensatz zu Kleidung wird eine qualitativ hochwertige Ledertasche mit dem Tragen immer schöner, so dass sie über viele Jahre hinweg ein treuer Begleiter ist.

Unter gutem Design verstehe ich…
… grundsätzlich die harmonische Verbindung aus Ästhetik und Funktion; darüber hinaus lege ich großen Wert darauf, dass das Design ein gutes Gefühl auslöst. Es freut mich, wenn meine Accessoires Menschen dazu verleiten, sie nicht nur optisch, sondern auch haptisch wahrzunehmen. Wenn sie dann zusätzlich zur zarten Oberfläche noch den unverwechselbaren Duft von gutem Leder zu schätzen wissen, sind das die besten Voraussetzungen für ein potenzielles neues Lieblingsstück.

Ich bin Modedesignerin geworden, weil…
… es mir schon immer Freude bereitet hat, neue Dinge nach meinen Vorstellungen und Ansprüchen zu entwickeln. Und was gibt es Schöneres, als wenn diese Dinge anderen Menschen auch Freude bereiten?!

An meine Zeit an der Hochschule Trier erinnere ich mich gern, weil…
… das Studium vielseitig, frei und sehr intensiv war. Die Professoren konnten uns in familiärer und durchweg positiver Atmosphäre richtig mitreißen und haben uns durch inspirierendes Feedback und fundiertes Wissen geholfen, einen eigenen Stil zu entwickeln.

Inspiration für meine Arbeit finde ich…
… vor allem in der Natur. Für die Oberflächenmodifikationen meiner Lederwaren abstrahiere ich gern Strukturen von Lebewesen und Mineralien, wie zum Beispiel die verschlungene Form einer Sukkulente, die feinen Lamellen eines Pilzes oder die geometrischen Facetten eines Kristalls. Oft lasse ich mich aber auch von den Eigenschaften des Leders selbst leiten, das heißt, ich zerschneide, präge, graviere oder färbe es. Dieses Material ist so vielfältig und weckt immer wieder neue Ideen.

DER Trend in diesem Winter…
… spielt für die Grundformen meiner Accessoires eine untergeordnete Rolle, da diese größtenteils auf zeitlosen Schnitten basieren. Sie entstehen saison- und kollektionsunabhängig. Nur bei Farben und Mustern lasse ich mich von aktuellen Strömungen beeinflussen – allerdings nur dann, wenn ich wirklich dahinterstehe und es zum Gesamtbild passt.

Ich selbst trage derzeit gern…
… schlichte, kleine Stab-Ohrstecker in Roségold von The Boyscouts, einem niederländischen Label, das ich bei Recherchen für mein Designblog Daily Impulse entdeckt habe. Die tragen sich so angenehm und passen einfach zu allem!


Für glanzvoll kommentiert Sharokina Golpashin einige Produkte:
Tasche Plica Twist von SHAROKINA
 
Die Handtasche Plica Twist ist eines der Keypieces von Sharokina. Sie wurde seit ihrer Entstehung 2011 kontinuierlich weiterentwickelt. Zahlreiche Einschnitte auf der Vorderseite der Tasche lassen das dahinterliegende Metallicleder durchblitzen und sorgen für einen spannenden dreidimensionalen Effekt.
Lederwaren von SHAROKINA
 
Obere Reihe: Handyhüllen Cava in verschiedenen Ausführungen.
Mittlere Reihe: Kleine Portemonnaies Conda Polygon und Conda Snake mit Lasergravur und Clutch Pola Slice aus Metallicleder mit Lasercuts.
Untere Reihe: Armbänder Intra Pure aus pflanzlich gegerbtem Rindsleder, Etui Baca Pure mit Metallröhrchen-Verschluss und Clutch Seta Fade mit handgefärbtem Farbverlauf.
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